Erziehung


Der Galgo lässt sich gut erziehen, aber auf gar keinen Fall mit Druck und Härte. Dazu ist der Galgo viel zu feinfühlig. Er reagiert, wie die meisten Hunde, auf Lob und Zuneigung. Wenn er zu hart angefasst wird, wandelt sich seine angeborene oder angelernte Vorsicht oftmals in Angst um. Geht man aber mit Feingefühl, viel Liebe und Verständnis sowie Konsequenz an die Ausbildung eines Galgos heran, wird das Ergebnis ein idealer Familien- und Begleithund sein, der seinesgleichen sucht. Er muss mit einem richtigen Maß an Liebe und Konsequenz behandelt werden. Wer aber einen Hund mit Kadavergehorsam sucht, sollte die Finger davon lassen. Er ist ein Partner und kein Sklave!!! Mit einer sanften und einfühlsamen Ausbildung ist der Galgo Español ein folgsamer Hund, der auch beim Freilauf auf Ruf freudig zurückkommt. Vielleicht sollte man auch die Möglichkeit eines Windhund-erfahren Hundetrainers in Betracht ziehen.

Im Hause fallen diese ruhigen Zeitgenossen kaum auf. Sie liegen in ihren Körbchen oder auf der Couch, oft auf dem Rücken wie eine Katze und strecken alle Viere in die Luft. Natürlich kommt es auch hier auf das Alter und Temperament des Galgos an, denn es kann passieren, dass die Wohnung auch mal als Rennbahn genutzt wird und es dann über Tische und Stühle geht. Aber das sind die Ausnahmen und Halbstarke kommen in den besten Familien vor! Fast alle Galgos hassen den Regen. Komischer Weise finden sie Schnee allerdings oft einfach super.

Die ersten Winter bei uns sind für die Galgos oft sehr kalt. Die eisigen Temperaturen kennen sie nicht und wir sollten ihnen, um die Umgewöhnung zu erleichtern, einen wärmenden Wintermantel anziehen. Es gibt einfache Überwürf aus Polarfleece sowie Designermäntel. Hier entscheidet der eigene Geschmack. Wichtig ist nur, dass der oft haarlose Unterbauch, durch den breiten Bauchgurt geschützt ist. An den Wintermantel sollte man sie dann auch früh genug gewöhnen (ab 7-9 Grad sollte man die wärmenden Mäntel schon anziehen, da der Galgo kein schützendes Unterfett oder Unterwolle hat). Ein weiteres "Problem" ist das Stehlen. Der Galgo ist ein ausgesprochen schneller und geschickter Dieb. Nichts ist vor ihm sicher. Lassen Sie nie den Frühstückstisch unbeaufsichtigt, die Küche ist ein Paradies für diese Diebe.

Wie Schränke sich öffnen lassen haben die Galgos schnell raus. Und da sind ja bekanntlich die interessantesten Leckereien drin. Nudeln, Haferflocken, Joghurt, Milch, besonders Wurst und Käse.., die Liste ist unendlich lang. Aber wenn man seine Geschichte kennt und weiß, dass er im früheren Leben nur so überleben konnte, kann man es zumindest verstehen, warum er das Klauen nur selten lässt. Also alles gut verstauen und nichts unbeaufsichtigt herum liegen lassen.

Informieren Sie sich im Vorfeld bei der Pflegefamilie, wie hier gefüttert wurde. Viele haben auch gute Erfahrungen mit der Rohfütterung gemacht.

Im Umgang mit anderen Hunden ist er eigentlich recht verträglich, weder streit- noch beißlustig, sondern geht Zank und Raufereien lieber aus dem Weg. Was oft aber verblüfft, das sich Windhunde erkennen und untereinander ganz anders miteinander umgehen. Da macht es keinen Unterschied ob es sich um einen Wippet oder einen Irischen Wolfshund handelt. Alles Familie und damit stellt man sich gut.

Ich habe auch in diesem Zusammenhang schon oft das Wort "Rassist" vernommen.




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