Galgos / Geschichte / Herkunft


Der spanische Galgo gehört zu den Windhundrassen. Galgo ist die spanische Übersetzung für Windhund.
In Spanien wird er zur Jagd und bei Windhundrennen - eingesetzt. Der Galgo ist ein eigentlich zarter Hund, der zwar zerbrechlich wirkt, aber eine enorme Schnelligkeit und Wendigkeit aufweist.
Eigentlich ist es schade, dass diese Rasse in Deutschland ein Schattendasein führt. Der Galgo Español wird in seinem Heimatland Spanien als Jagd- und Begleithund seit über 2000 Jahren sehr geschätzt.
Er hat das Glück, nicht durch Züchtungen entstellt zu sein. Sein Aussehen entspricht den Kriterien, die die Hasenjagd an einen Jäger stellt. Dadurch ist seine Erscheinung klar und rein und seinem Zweck angepasst.

Um einen Hasen in einem spanischen, offenen Gelände jagen zu können, muss der Hund schnell und ausdauernd sein und sich seiner Umgebung bestens anpassen. Er muss extrem wendig sein, um den Hasen bei plötzlichen Richtungswechseln verfolgen zu können. Auf dem unebenen Gebieten der spanischen Hochebenen, mit Steinen und Löchern, erfordert es eine ungeheure Widerstandskraft, um die Jagd ohne Verletzungen zu beenden. Der spanische Galgo war der Jagdhund des Adels und wurde dann im Laufe der Zeit auch immer mehr von der Landbevölkerung geschätzt. Hier wurde er dann vermehrt zur Hasenjagd, aber auch für Rennen eingesetzt.
Heutzutage sind viele spanische Galgobesitzer in kleinen Rennvereinen vertreten, die regelmäßig ihre Geländerennen durchführen.
Die spanischen Galgos, schön, sensibel, liebevoll zu den Menschen....., leider !!!
Sie gehören mitunter zu den ärmsten Geschöpfen, massenhaft in Spanien produziert und auf die grauenhaftesten und bestialischsten Methoden "entsorgt".


Ist die Jagdsaison beendet, beginnt für den Galgo, die schlimmste Zeit. Wenn er "Glück" hat, kann er unter Umständen überleben. Futter und Wasser gibt es meist wenig und eine ordentliche Unterkunft gibt es auch selten für ihn.
Die meisten Galgos jedoch werden "entsorgt"! Man kann sich nicht im Geringsten ausmalen, zu welchen Grausamkeiten der "stolze" Spanier fähig ist, wenn sein Galgo erfolglos und/oder zu alt geworden ist. Werden sie nur ausgesetzt, haben sie wenigstens noch eine kleine Chance zu überleben! Hier sind sie "nur" der Gefahr ausgesetzt zu verhungern oder überfahren zu werden. Schlimmer ist dann doch das barbarische Verhalten, zu dem der gekränkte Spanier fähig ist. Die armen Hunde werden erschlagen, aufgehängt, gepfählt, überfahren, an Eisenbahnschienen angebunden, mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt.... Unvorstellbare Qualen, die diese lieben, zarten, unschuldigen Lebewesen zu erdulden haben, bis der Tod sie dann schließlich erlöst. Und doch findet er immer wieder Vertrauen zu den Menschen.
In Spanien werden sie nicht als Haustiere gesehen und fallen deshalb auch nicht unter das spanische Tierschutzgesetzt. Sie sind Wegwerfprodukte in einer Wegwerfgesellschaft! Neue Hunde werden schnell für die nächste Saison produziert. Und somit beginnt alles wieder von vorne.
Begonnen aus wirtschaftlicher Bedrängnis, weitergeführt aus purem Sadismus.

Es sollen hier nicht alle Galguéros über einen Kamm geschoren werden. Es gibt auch Galgueros, die sich um ihre Hunde kümmern oder sie zumindest bei Tierschützern abgeben. Doch hier muss noch viel Aufklärungsarbeit betrieben werden.
Das Durchschnittsalter der in Spanien ausgesetzten Windhunde liegt zwischen 2 und 3 Jahren.
War ein Tier aber ein guter Jäger, bleibt es normalerweise für längere Zeit bei seinen Besitzern und wird in der Zucht eingesetzt. Ab 4-6 Jahren ist praktisch kein Windhund mehr bei seinem ursprünglichen Besitzer.

Ein weiteres Problem, besonders in der heutigen Zeit, ist der Diebstahl der Galgos durch Zigeuner und Mafia-ähnliche Organisationen, die diese Windhunde in illegale Rennen und Hundekämpfen einsetzen. Der Galgo ist meist gestohlene Hund in Spanien. Hier wird nicht einmal davor zurück geschreckt, die Hunde sogar aus den Tierasylen der Tierschützer zu stehlen. Klappt das nicht, werden sie als Warnung im Asyl abgeschlachtet. Tierschutzorganisationen arbeiten seit Jahren dafür, dass den Hunden dieser sinnlose und brutale Tod erspart bleibt und versuchen für gerettete Galgos ein neues Zuhause in Europa (vornehmlich Deutschland, Schweiz, Österreich) zu finden.

Nur mit vereinten Kräften kann man Lösungen für die Misere der Windhunde finden.
Bitte beteiligen Sie sich an Peditionen und Unterschriftensammlungen für den Tierschutz im Ausland und auch hier in Deutschland.




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